Effizienz und Low Pressure

Eine AutoCocker eigenhändig auf Low-Pressure umzustellen kostet viel Mühe sowie viel Geld für Tuning-Teile und verändert die Performance nicht dramatisch. Im Gegenteil, nach einem LP-Umbau muss man zB. noch genauer darauf achten das der Paintdurchmesser ideal zum Lauf passt.
Eine AutoCocker effizienter zu machen kostet nur wenig mühe, lohnt sich aber nur in ausnahmefällen wie zb. bei Backplayern die ihr komplettes pack leerrotzen müssen.

Was ist LP? Im grunde ganz einfach: Anstatt mit einem kurzen Impuls mit hohem Druck wird der paintball mit einem langen impuls mit niederem Druck beschleunigt. Das volumen an luft das zum beschleunigen benutzt wird, ist quasi das gleiche. Der paintball wird sanfter beschleunigt und die gun wird leiser. Die cocker einfach im druck zu senken ist einfach (einfach inline-reg runterdrehen), dass sie dann aber nicht luft säuft wie eine shocker oder extrem schwankt ist schwierig.
Bei Effizient gehts es im Grunde nur darum, maximale Ballbeschleunigung aus einem Minimum an Luft herauszubekommen. Und das hängt nicht unbedingt damit zusammen auf LP umzusteigen, viele selbst zusammengestellte LP-setups sind eher ineffizienter als das normale setup. Und hier wirds schon kritisch: Die meisten Leute denken das sie unbedingt ein brandneues hi-flow schlagventil brauchen. Die Wahrheit ist das die meisten low-pressure-hi-flow schlagventile komplett geöffnet sein müssen damit sie maximalen flow haben, und dies ist nur durch sehr weiche valve-springs erreichbar, was einem wieder ein paar fps-schwankungen mehr beschert. Dieses Problem lässt sich auch durch einen schwereren Hammer nicht richtig kompensieren, da man für diesen wieder andere Federn braucht, und so weiter. Ein Teufelskreis. Das beste ist beim normalen Hammer und dem normalen Schlagventil zu bleiben, mittlere Federn einzubauen und den normalen inline-reg auf 240-300 psi (je nach setup) einzustellen. Mit superteuren Internals für ein paar hundert euro bekommt man das nur wenig besser hin.

An teilen für den umbau einer 200x-cocker braucht man:
"lp" inline regulator (black magic o.ä. reicht, es muss kein ausgesprochener lp-reg sein), lp bolt. Die main/valve-spring in 200xer modellen sind sehr gut (ziemlich medium, also ideal), hier lohnt das herumspielen mit einem nelson-kit nicht. Das valve auszutauschen lohnt ebenfalls nicht (siehe Oben). Falls man noch Platz und Geld hat kann ein Volumizer im Frontblock oft ein wenig nachhelfen wenn man noch den normalen inline-regulator benutzt und sich das geld für einen neuen gespart hat.
Nach einbau der Teile wird der inline-regulator wie hier beschrieben eingestellt. Falls der inline-Regulator so extrem konstant regelt das kein sweet-spot gefunden werden kann empfiehlt es sich beim Druck auf um die ~280psi zu gehen, drunter ist nur selten zu empfehlen. Dieses Kapitel ist deshalb so kurz, weil bei inlinedruck einstellen eigentlich schon alles wichtige gesagt wird.

Wer trotz aller Warnung doch mit dem Gedanken spielt, sich andere Federn oder einen schwereren Hammer einzubauen oder einfach nur so den inlinedruck runterzudrehen: Von sehr genau aber extremen Luftverbrauch oder sehr effizient aber extrem ungenau ist so ziemlich jede Fehlfunktion möglich. Nur soviel: Valvespring immer etwas härter wählen als die Mainspring.